Maibaumaufstellen und Fahrzeugweihe

Unser neues Mehrzweckfahrzeug ist da!

Der von Binz aus Ilmenau aufgebaute VW Crafter Allrad bietet Platz für 6 Einsatzkräfte und ist mit Ausrüstung zur Türöffnung, Beseitigung von Ölspuren und Baumsperren sowie Feuerlöschern und einem Rettungsrucksack bestückt.
Den Termin für die Fahrzeugweihe geben wir noch bekannt.

Jahreshauptversammlung 2019

Unsere Jahreshauptversammlung am 16.02.2019 eröffnete unser Wehrführer Manuel Greiner-Stöffele mit seinem Rechenschaftsbericht. In diesem führte er an, dass wir 2018 zu 25 Einsätzen, davon 16x technische Hilfeleistung, 4x Brand und 5x Fehlalarm, mit durchschnittlich 9 Personen ausgerückt sind. So kamen wir insgesamt auf 246 Einsatzstunden. Hinzu kamen noch 812 Ausbildungsstunden in 23 Ausbildungsdiensten sowie weitere 300 Stunden für die Wartung und Pflege der Fahrzeuge und des Gerätehauses.

Eines der Highlights in diesem Jahr war die große Einsatzübung bei Unifrax Lauscha Fiber GmbH, bei der ein Gefahrguteinsatz gemeinsam mit ca.100 Einsatzkräften des Gefahrgutzuges des Landkreises Sonneberg, dem DRK Sonneberg und dem THW trainiert wurde.

Er ging auch auf das Thema ein, dass viele unserer Einsatzkräfte 2018 wohl am meisten frustriert hat – unsere scheinbar ungünstige Lage zwischen 2 Stützpunktfeuerwehren, die 2018 dazu führte, dass wir beim Waldbrand in Piesau und beim Wohnhausbrand in Haselbach als BackUp zuhause bleiben mussten, obwohl wir für genau solche Einsätze prädestinierte Ausrüstung haben. Das frustriert, demotiviert und verstärkt am Ende unser ohnehin vorhandenes Personalproblem.

Neben dem Problem der Altersstruktur und der schweren Nachwuchsgewinnung kämpfen wir auch weiterhin mit veralteter Technik und einem wachsenden Aufgabenfeld. Da ist die Frage, wie lange das Konzept der freiwilligen Feuerwehr noch zukunftsfähig ist, durchaus berechtigt.

Manuel hob die gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung hervor. Trotz der angespannten finanziellen Lage haben wir dieses Jahr gemeinsam einiges erreicht. So wurde zum Beispiel in neue Einsatzkleidung, die Atemschutzüberwachung und neue Meldeempfänger investiert. Außerdem ist ein neues Mehrzweckfahrzeug als Ersatz für unseren in die Jahre gekommenen Kommandowagen und den Mannschaftstransportwagen bestellt. Außerdem wurde uns die Generalsanierung des Tanklöschfahrzeuges in Aussicht gestellt. Zusätzlich zu den Anschaffungen der Stadt erhielten wir vom Landkreis eine Drohne und einen Kommandowagen.

Im Anschluss an die Ausführungen des Wehrführers warf unser Stadtbrandmeister Hartmut Greiner-Stöffele das Thema des Einsatzgeldes auf. In einigen Teilen des Landkreises gibt es eine Entlohnung der geleisteten Einsatzzeiten, in anderen Teilen eben nicht. Ist das gerecht? Warum gibt es hier keine einheitliche Regelung?

Darauf erklärte unser Bürgermeister Norbert Zitzmann, dass Feuerwehrarbeit eine Angelegenheit der öffentlichen Gemeinschaft zur Selbsthilfe sei und dass damit kein Geld zu verdienen sei. Man werde in diesem Jahr allerdings die Aufwandsentschädigungen anpassen. Die fehlende Wertschätzung unseres ehrenamtlichen Einsatzes innerhalb der Bevölkerung sei ihm bekannt und gerade deshalb hat er jedem einzelnen von uns seinen Dank ausgesprochen. Herr Zitzmann erklärte dann noch, dass es keine größeren laufenden Ausgaben 2018 gegeben hätte, dass man aber 215.000 € in die Ausrüstung der Feuerwehr investiert hat.

Auch unser Jugendfeuerwehrwart John Faber ging in seiner Rede auf das Problem der Nachwuchsgewinnung ein. Zwar konnten wir dieses Jahr Linus Molter von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernehmen und dank der Werbung unserer 9 Mitglieder weitere Jugendliche für die Feuerwehr begeistern, doch sowohl John wie auch Manuel haben sich in ihren Reden gefragt, was die Feuerwehr so unattraktiv macht. John versuchte darauf Antworten zu finden und musste dabei feststellen, dass eine frühe Brandschutzerziehung aufgrund der komplexen Herausforderungen nicht sinnvoll ist und dass die meisten Kinder im richtigen Alter dann bereits in anderen Vereinen tätig sind und einfach keine Zeit für ein weiteres Hobby bleibt.

Um die Jugendfeuerwehr auch weiterhin interessant und noch attraktiver zu machen, wurde die Ausbildung umgestellt und verstärkt gemeinsam mit den Großen trainiert. Dies stieß auf beiden Seiten auf positives Feedback und wird daher auch in Zukunft so gestaltet. Außerdem wird die Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr Neuhaus verstärkt und auch an diversen Wettbewerben wie zum Beispiel dem Halli-Galli-Lauf, der Sternfahrt und dem 25.Kreisjugendfeuerwehrtag wird unsere Jugendfeuerwehr dieses Jahr wieder teilnehmen.

Am Ende erhielten alle Mitglieder der Jugendfeuerwehr neue Schutzhelme und als Belohnung für Ihre Einsatzbereitschaft Rucksäcke als Geschenk.

Unsere Vereinsvorsitzende Heike Gimm gab einen kurzen Rückblick auf die Veranstaltungen 2018 – Maibaumsetzen, Sonnwendfeuer und Kugelmarkt – welche natürlich auch 2019 wieder stattfinden werden. Außerdem waren 2018 alle 74 Mitglieder zum 25jährigen Bestehen des Feuerwehrvereins Lauscha ins Schützenhaus zu leckerem Essen und Musik von JoJo eingeladen. Auch dank des Auftritts von der „Hertha von der Bergbahn“ und der herzlichen Versorgung durch den Schützenverein war dies ein rundum gelungener Abend. Ob es dieses Jahr wieder eine Vereinsfahrt gibt oder ob wir irgendwo feiern gehen, lies Heike noch offen.

Unser Kassenwart Ludwig Rohrdrommel erklärte in seinem Kassenbericht, dass 2018 ein stabiles Jahr war. Der Kugelmarkt brachte leider aufgrund des miserablen Wetters das schlechteste Ergebnis seit Jahren ein. Dieses konnte aber durch großzügige Spenden von Firmen und Privatpersonen und die gleichbleibenden Mitgliedsbeiträge aufgefangen werden.

Am Ende führte der Kreisbrandinspektor Mathias Nüchterlein aus, dass es im Landkreis 2018 zu Rekordeinsatzzahlen gekommen sei und dass Lauscha mit verhältnismäßig kleiner Einsatzzahl hier eine Ausnahme bildet. Er versuchte uns auch nochmal zu erklären warum wir zu den beiden Großeinsätzen nicht alarmiert wurden – immerhin braucht es jemanden, der noch einsatzbereit ist, falls in der Gegend ein weiterer Einsatz ansteht. Außerdem hätte man in Haselbach eine weitere Drehleiter benötigt und daher Tettau geholt. Für uns leider ein schwacher Trost.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es wieder einige Beförderungen und Ehrungen:

  • Uwe Wallenhauer zum Brandmeister befördert
  • Ludwig Rohrdrommel zum Hauptbrandmeister befördert
  • Linus Molter in die Einsatzabteilung aufgenommen
  • Manuel Greiner-Stöffele für 25 Jahre aktiven Dienst mit silbernem Brandschutzabzeichen geehrt
  • David Weidner für 10 Jahre aktiven Dienst mit der Brandschutzmedaille am Bande geehrt
  • Heike Gimm, Klaus Gimm und Uwe Wallenhauer für 30 Jahre Engagement im Feuerwehrverein geehrt
  • Dietner Knye zum Ehrenmitglied des Feuerwehrvereins ernannt

Ausbildung – Erste Hilfe, erweiterte Erste Hilfe

Am Freitag trainierten wir zusammen mit der Feuerwehr Ernstthal, unserer Jugendfeuerwehr und unserer Bergwacht das Abnehmen von Helmen bei verunfallten Motorradfahreren, das korrekte Anlegen des Stifneck sowie die Beatmung von Patienten mittels Beatmungsbeutel. In diesen Zusammenhang vielen Dank an das medizinische Personal der DRK Bergwacht Lauscha

Neue Meldeempfänger

Zum Jahresanfang kaufte die Stadt Lauscha für Ihre Feuerwehren 15 neue Meldeempfänger modernster Technik der Firma Swissphone.

Drohne angeschafft

Im letzten Quartal 2018 wurde eine Drohne angeschafft und bei der Feuerwehr Lauscha stationiert. 4 Kameraden wurden an dem Gerät ausgebildet und dürfen diese nun fliegen. Das Gerät ist ein Hexacopter der Firma Yuneec und wurde speziell für den professionellen Einsatz entwickelt. Eine hochauflösende Kamera, die auch ein Wärmebild liefert und eine Flugzeit von ca. 2 Stunden (4 Akkus) machen die Drohne zu einem sehr nützlichen Begleiter im Feuerwehreinsatz. Die Drohne liefert bei Bedarf ein Livebild des Fluges in ein entsprechendes Führungsmittel (ELW, FüKW,…) und kann im gesamten Landkreis eingesetzt werden.
Einsatzgebiete:
– Suche vermisster Personen (Wärmebild)
– Luftaufklärung im Bereich Gefahrgut
– Suche von Wärmesignaturen bei Bränden (Glutnester, etc.)
– Positionsbestimmung von Objekten mittels GPS
– Luftaufklärung allgemein, Einsatzdokumentation

In diesem Zusammenhang geht unser Dank an die Firma Vonoben für die Kaufberatung sowie die ausführliche Einweisung und Schulung.